Berufsvorbereitung:

 

MINTec Hohenlohe an der Johann - Friedrich - Mayer - Schule

Liebe Eltern,

vielleicht haben Sie bereits von MINTec Hohenlohe gehört, wissen aber nicht genau, was sich dahinter verbirgt.

MINTec Hohenlohe ist ein Bildungsprojekt der Innovationsregion Kocher & Jagst e. V., das von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert wird. Im Rahmen von MINTec Hohenlohe finden in Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen kleine naturwissenschaftlich-technische Projekte, sogenannte MINTec-Werkstätten statt. In kleinen Gruppen mit 6 bis max. 10 Teilnehmern beschäftigen sich die Kinder bzw. Schülerinnen und Schüler mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Dabei geht es nicht darum, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reines Faktenwissen aneignen, sondern es geht um den Erwerb von Problemlösekompetenzen und die Entwicklung der Fähigkeit, Hypothesen aufzustellen und diese mittels geeigneter Experimente zu verifizieren. Dies geschieht in teilnehmerzentrierter Form, indem die Alltagserfahrungen der Kinder und Jugendlichen aufgegriffen werden. Auf der Grundlage dieser Alltagserfahrungen wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eigenes exploratives Lernen ermöglicht, die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema, begleitet durch Auszubildende der Mitgliedsfirmen der Innovationsregion Kocher & Jagst e. V. und weiterer Kooperationsfirmen.

Die Auszubildenden der Firmen unterstützen die Lehrkräfte bei der Durchführung der MINTec-Werkstätten und werden für diese Aufgabe umfassend geschult.

Auch an unserer Schule werden MINTec-Werkstätten angeboten. Es handelt sich dabei um eine schulische Veranstaltung.

Die MINTec-Werkstätten finden nachmittags außerhalb des regulären Unterrichts an der Schule statt. Die Teilnahme an einer MINTec-Werkstatt ist freiwillig. Die Schülerinnen und Schüler können sich für eine MINTec-Werkstatt bei Herrn Lippold anmelden. Wenn mehr Anmeldungen eingehen als Plätze vorhanden sind, entscheidet das Los. In seltenen Fällen findet eine MINTec-Werkstatt in der Lehrwerkstatt unseres Partnerunternehmens Fa. Stahl in Waldenburg statt.

Am 9. Juni 2008 startete die erste Gruppe mit Schülern aus den Klassen 5-7:

 

Am 24. Juni 2008 trafen sich Vertreter/innen der Gemeinde, der Firma R. Stahl, der Innovationsregion Kocher-Jagst und der Johann-Friedrich-Mayer-Schule im Kupferzeller Rathaus zur Unterzeichnung der Schulpartnerschaft.

PRESSEINFORMATION / PRESS RELEASE

Junge Menschen frühzeitig für Technik und Naturwissenschaften begeistern

R. STAHL und Johann-Friedrich-Mayer-Schule werden MINTec-Partner  

Waldenburg, Juli 2008 – Vergangene Woche hat Bürgermeister Joachim Schaaf zu einem ganz besonderen Termin ins Rathaus Kupferzell eingeladen. Das von der Landesstiftung Baden-Württemberg geförderte Projekt MINTec Hohenlohe hat zwei neue Partner: die Johann-Friedrich-Mayer Schule, Kupferzells Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule sowie die R. STAHL AG aus Waldenburg. Zur feierlichen Unterzeichnung der Verträge waren, neben Vertretern der beiden neuen Partner, mit Stefanie Geisbusch und Kurt Finkenberger auch die Projektleiterin und der Geschäftsführer der Innovationsregion Kocher-Jagst e.V. vertreten, die Träger des Projekts ist.

 MINTec steht für Mathematik Informatik Naturwissenschaften Technik und ist eine Bildungsinitiative zur Förderung technisch-naturwissenschaftlicher Inhalte für Kinder und Jugendliche. Das Projekt mit Modellcharakter will bereits in Kindergärten und Grundschulen ansetzen und das bleibende Interesse und die Begeisterung für diese Berufsbilder wecken. Als Tandem arbeiten immer eine Schule und ein Ausbildungsbetrieb zusammen und entwickeln pro Projekt ein Konzept, vom Lerninhalt bis zur Umsetzung. Dabei werden die Schüler während des Projekts in der sogenannten MINTec-Werkstatt in der Regel von Auszubildenden betreut. Für Mario Retzbach, Ausbildungsleiter bei R. STAHL, war sofort klar, dass er sich mit seinen Auszubildenden an diesem Projekt beteiligt: „Unsere Azubis begleiten das Projekt eigenverantwortlich. Es ist eine prima Chance für die jungen STAHLianer Projektfähigkeiten und Führungskompetenz zu trainieren; Eigenschaften, die im späteren Berufsleben unerlässlich sind.“  

Auch für die Verantwortlichen der Kupferzeller Schule war die Teilnahme überzeugend. Rudolf Kammerer, Schulleiter der Johann-Friedrich-Mayer-Schule: „Wir können von der Zusammenarbeit mit der Industrie nur profitieren. Zudem ergänzt es ideal das Schulfach MeNuK (Mensch, Natur, Kultur), das technische und naturwissenschaftliche Inhalte nur streifen kann.“ Peter Lippold, der für die MINTec-Werkstatt zuständige Fachlehrer, ergänzt: „Die Projekte finden zwar außerhalb des Unterrichts statt, doch die Schüler sind so begeistert, dass man sie extra auffordern muss, eine Pause einzulegen.“ Hinzu kommt, dass die „Schüler-Ingenieure“ eine Teilnahmebestätigung erhalten, mit der sie in ihrem weiteren Werdegang Engagement und Technik-Erfahrung nachweisen können.  

Stefanie Geisbusch betonte vor den Gästen, dass es bei MINTec nicht um das Lernen von zusätzlichem Faktenwissen geht, sondern um das Verständnis für Wirkungszusammenhänge. Das ist für das Lösen technischer Aufgabenstellungen unverzichtbar. Das Projekt hat in Hohenlohe Modellcharakter und will eine Brücke zu den produzierenden Unternehmen bauen. Diese profitieren davon, frühzeitig auf spätere Ausbildungsmöglichkeiten hinzuweisen. „Wenn die Mädels zum Beispiel mit 14 zum Girlsday zu uns kommen, dann ist es meist schon zu spät, da die Berufswahl oder zumindest die Neigungsrichtung schon definiert ist. Deshalb begrüßen wir es bei R. STAHL sehr, schon früh den Kontakt zu möglichem Nachwuchs zu bekommen und die Begeisterung für Technik zu wecken“, kommentiert Retzbach. Nicht zu letzt geht es darum, Nachwuchs in der Region für die Region zu finden, was auch Bürgermeister Schaaf sieht. „Hohenlohe und speziell Kupferzell kann sich durch die Teilnahme an MINTech profilieren. Wir freuen uns, über diese Möglichkeit“, so Schaaf.  

Geisbusch rundet das Ganze ab und erläutert, dass es das Ziel sei, nach der Modellphase Ende 2010, MINTec in den regulären Unterricht zu integrieren. Darüber hinaus würde sich die Ingenieurin für Elektrotechnik freuen, wenn neben Industriebetrieben auch Handwerksbetriebe zu MINTec-Partnern werden. Natürlich hat sie auch Visionen für das in Deutschland einmalige Projekt: Zum Beispiel die Ausweitung auf die Gymnasiale Oberstufe.