Berufsvorbereitung:

Drei Gemeinden wollen die Schule am Ort. Deshalb wurde schlossen sie sich zum Schul-Bündnis E1NS zusammen.

Neuenstein-Waldenburg-Kupferzell = EINS

Hier geht's per Mausklick  nach Neuenstein   und hier nach Waldenburg

 

2011:

aus der Neuensteiner Schulhomepage:

 
e1ns auf Erfolgskurs - 28.2.11
Große Schiffe
e1nshaben den Ruf träge zu sein. Das Werkrealschulbündnis e1ns umfasst ca. 1000 Schülerinnen und Schüler an den Schulen in Kupferzell, Waldenburg und Neuenstein. Dazu kommen noch gut 30 Lehrkräfte im Bereich der Werkrealschule. So betrachtet ein "dicker Brummer".

Von Trägheit ist allerdings nichts zu spüren, denn was bei der zurückliegenden Fortbildungsveranstaltung an bereits umgesetzten Veränderungen im schulischen Alltag an die Oberfläche kam, ist schlichtweg eindrucksvoll:
 
  • In nahezu allen Klassen an allen Orten werden vielfältige differenzierende Elemente im Unterricht eingesetzt.
  • Schülerinnen und Schüler lernen also noch stärker an ihren Fortschritten orientiert.
  • Die Flüsterkultur wurde erprobt und teilweise eingeführt.
  • Kompetenzraster für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch wurden erarbeitet.
  • Lernende können teilweise aus Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auswählen.
  • Zeitfenster für selbstorganisiertes Lernen wurden eröffnet.


Diese Entwicklungen wurden im Laufe der zurückliegenden 4-6 Monate erzielt.

Die Zielsetzungen für die nächste Zeit sind:
 

  • Weitere Veränderung der Tagesstruktur, um noch mehr individuelle Lernzeiträume zu eröffnen.
  • Gestaltung und Erprobung von Organisationshilfsmitteln für die Lernenden, damit die Lern-Ziele noch besser erreicht werden können.



Die Schulentwicklungs-Reise könnte spannender nicht sein. Jeden Tag gewinnen wir neue Eindrücke. Das bereitet viel Freude und macht Lust auf mehr...

 

2010:

Flyer als PDF klicken

Bericht der Hohenloher Zeitung vom 10. Februar 2010:

Bündnis genehmigt

Von Yvonne Tscherwitschke

Markus Knobel, Rudi Kammerer, Joachim Schaaf, Matthias Wagner-Uhl, Sabine Eckert-Viereckel und Elke Häußler (von links) sind "eins".Foto: Yvonne Tscherwitschke

Neuenstein - In der zweiten Tranche bekamen Neuenstein, Waldenburg und Kupferzell nun Post vom Regierungspräsidium Stuttgart. Inhalt des Schreibens: Die Kooperation der drei Schulstandorte wird genehmigt. Allerdings auf Widerruf. Das heißt: Sinken die Schülerzahlen ab dem Schuljahr 2012/13 unter die verlangten 14 Schüler in Klasse zehn, wären alle drei Standorte Hauptschulstandorte.

Gemeinsam

"Eins": So heißt das Bündnis der drei Schulstandorte. Als "eins" fühlen sich die drei Kommunen, wenn es darum geht, ihren Schülern die beste Schulbildung zu ermöglichen. An einem Strang ziehen die drei Gemeinderäte bei der Unterstützung des Bündnisses. Eine gemeinsame Fortbildung besuchen die drei Lehrerkollegien die kommenden drei Jahre. An einen Tisch setzen sich die Vertreter aller drei Schulen und aller drei Kommunen, um das Bündnis zu erläutern.

Kern der Kooperation ist, dass an allen drei Schulen nach dem gleichen Prinzip die gleichen Inhalte vermittelt werden. Individualisierten Unterricht haben sich die drei Schulen auf die Fahne geschrieben. Jedes Kind soll in seinem eigenen Tempo seine Lernfortschritte erreichen. Vorbild dafür ist das Institut Beatenberg in der Schweiz.

Mit einer dreijährigen, privaten, von den Kommunen für rund 49 500 Euro finanzierten Fortbildung für alle Lehrer der drei Schulstandorte sollen die Lehrer das notwendige Rüstzeug vermittelt bekommen. Die ersten beiden Fortbildungstage fanden am Wochenende statt. Ziel ist, dass möglichst viele Schüler nach Klasse neun die zehnte Klasse in Neuenstein besuchen und dort dann den Werkrealschulabschluss machen, der alle weiteren Wege bis hin zum Abitur öffnet.

Wenige Wege

"Aber an allen drei Schulen wird der gleiche Stoff vermittelt", betonen die Schulleiter Matthias Wagner-Uhl (Neuenstein), Rudi Kammerer (Kupferzell) und Elke Häußler (Waldenburg). So müssen die Schüler nicht schon in Klasse fünf mehrere Kilometer an ein anderes Schulzentrum fahren. "Erst in Klasse zehn wird das dann notwendig", erklärt Wagner-Uhl. Zumal dann an zwei Tagen Unterricht an einer Berufsfachschule (Öhringen, Künzelsau oder Schwäbisch Hall) stattfindet.

In den vergangenen Tagen und in dieser Woche finden die Informationsabende für die Eltern der momentanen Viertklässler statt. Hier haben die drei Schulleiter schon großes Interesse an ihrem Bündnis erfahren. In Waldenburg entscheiden sich 31, in Kupferzell 70 und in Neuenstein etwa 75 Schüler, auf welche Schule sie nach den Sommerferien gehen werden.

"Wir haben uns nicht gestritten, uns nicht gegenseitig Schüler abgeworben", ist Neuensteins Bürgermeisterin Sabine Eckert-Viereckel froh über die Kooperation. "Wir haben uns die Note eins verdient", ist sich ihr Waldenburger Kollege Markus Knobel sicher. Und der Kupferzeller Bürgermeister Joachim Schaaf sagt: "Wer alleine arbeitet, der agiert, wer gemeinsam arbeitet, der multipliziert."

Hohenloher Zeitung 10.02.2010

Anmerkungen des Schulleiters zum Pressebericht

Der Begriff  Bündnis bezieht sich ausschließlich auf die Zusammenarbeit der Gemeinden. Die jeweiligen Gemeinderäte haben die Genehmigung zur Zusammenarbeit und deren Finanzierung des Bündnisses "EINS" beschlossen. Das Bündnis wurde nicht beim RP beantragt.

Die Gemeinde Kupferzell hat keinen Antrag zur Einführung der Werkrealschule gestellt, da die erforderlichen Schülerzahlen nicht vorhanden sind. Deshalb hat die Gemeinde keine Post vom RP Stuttgart erhalten können.

Die Entwicklung der Schulen erfolgt im Einklang mit den Vorgaben der Landesregierung der Einführung der neuen Werkrealschule. Die Schulentwicklung von "EINS" kann nur in Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Künzelsau auf der Grundlage der politischen Vorgaben erfolgen.